Erneuter zweiter Platz in Wagen🥈⚽

Seit rund vier Jahren gehört das Grümpi in Wagen anlässlich des Erntedankfestes fest zu unserem Turnierkalender. Wie immer ist es ein gemütliches und äusserst faires Grümpi mit sehr sympathischen Organisatoren. Dass das Turnier zudem direkt in unserer Nähe stattfindet und wir keine lange Anreise auf uns nehmen müssen, ist natürlich ebenfalls ein grosser Vorteil. Entsprechend gerne sind wir jedes Jahr wieder dabei und wollten auch dieses Mal um die vorderen Plätze mitspielen.

Captain Bellati bot dafür folgenden Kader auf: Azdren, Adrian, Marco, Yannick, Joel, Miro und Simone. Eigentlich war Bajram als Torwart eingeplant, doch leider tauchte er erneut nicht auf und dies bereits zum zweiten Mal. Da man sich bei einem Turnier auf zugesagte Spieler verlassen können muss und ein fehlender Torwart die gesamte Planung durcheinanderbringt, wird er zukünftig aus der Kaderplanung ausgeschlossen. Somit mussten wir bereits vor dem ersten Spiel improvisieren.

1. Spiel gegen Oldboys Wagen – 1:0-Sieg

Für die erste Partie gegen die Oldboys Wagen stellten wir zunächst Adrian ins Tor. Doch bereits kurz nach dem Anpfiff wechselte Azdren seine Position mit ihm, da er einen Zwick im Rücken verspürte und sich deshalb im Tor besser aufgehoben fühlte. Somit rückte Adrian aufs Feld und Azdren übernahm den Posten zwischen den Pfosten.

Gegen die Oldboys mussten wir zunächst vor allem defensiv sicher stehen. Der Gegner begann energisch, presste früh und machte uns den Spielaufbau nicht einfach. Trotzdem fanden wir mit zunehmender Spielzeit immer besser in die Partie. Vor allem Yannick konnte sich ein- bis zweimal mit starken Läufen durch mehrere Gegenspieler hindurchsetzen und bis vors gegnerische Tor vorstossen, scheiterte dort jedoch jeweils knapp. Gegen Ende des Spiels übernahmen wir dann immer mehr das Kommando und kamen zu den besseren Möglichkeiten.

Schliesslich landete ein Prellball genau bei Bellati. Dieser fackelte nicht lange und zimmerte die Kugel mit voller Wucht in Richtung Tor. Der Ball schlug zur 1:0-Führung in den gegnerischen Maschen ein. Ein enorm wichtiger Treffer, denn dieses Resultat brachten wir anschliessend über die Zeit. Damit waren die ersten drei Punkte im Sack – und wie sich später zeigen sollte, hatten wir ausgerechnet den stärksten Gegner des Tages bereits zum Auftakt bezwungen.

2. Spiel gegen Zubi Rappi – 2:0-Sieg

Gegen Zubi Rappi wollten wir direkt nachlegen. Bereits zu Beginn bekamen wir beinahe ein Geschenk serviert. Der gegnerische Torwart spielte einen katastrophalen Fehlpass direkt in die Füsse von Bellati. Dieser fing die Kugel ab und zog sofort ab, doch sein Abschluss zischte knapp über die Latte. Trotzdem war von Beginn weg zu erkennen, dass wir den Takt vorgaben.

Yannick und Adrian hielten hinten souverän die Schotten dicht und liessen dem Gegner kaum Raum. Davor machte Joel als defensiver zentraler Mittelfeldspieler seine Arbeit bockstark. Er stopfte die Löcher, gewann wichtige Bälle und sorgte dafür, dass wir im Zentrum die Kontrolle behielten. Vorne kam Simone zu einer weiteren guten Möglichkeit. Der gegnerische Torwart konnte seinen Abschluss zwar noch blocken, doch der Abpraller sprang optimal aus dem Strafraum zu Miro. Dieser traf den Rebound perfekt und versenkte die Kugel zur absolut verdienten 1:0-Führung.

Wir nahmen danach keineswegs den Fuss vom Gaspedal, sondern drückten weiter auf den zweiten Treffer. Schliesslich kam Simone erneut zum Abschluss und erhöhte mit einem herrlichen Schlenzer zum 2:0. Kurz darauf war die Partie vorbei. Der zweite Sieg war Tatsache und erneut stand hinten die Null.

3. Spiel gegen Dolce va niente – 1:0-Sieg

Nun wollten wir auch das dritte Gruppenspiel gewinnen und uns damit als Gruppensieger für das Halbfinale qualifizieren. Dolce va niente bestand aus einer Mischung aus älteren und jüngeren Spielern und machte uns das Leben keinesfalls einfach. Trotzdem hatten wir mehr vom Spiel, kontrollierten über weite Strecken das Geschehen und liessen defensiv kaum etwas zu.

Miro sorgte auf der rechten Seite immer wieder für Gefahr und kam mit seinen Vorstössen auch zu einigen Abschlüssen. Adrian zeigte im Mittelfeld ebenfalls seine gute Übersicht und verteilte die Bälle gekonnt auf seine Mitspieler. Es fehlte eigentlich nur noch der entscheidende Treffer. Dann kam der Geistesblitz von Simone. Er überwand auf der linken Seite einen Verteidiger, zog an diesem vorbei und befand sich eigentlich bereits in einem ziemlich spitzen Winkel. Statt nochmals querzulegen, entschied er sich für den direkten Abschluss und schoss den Ball technisch stark mit dem Aussenrist am Torwart vorbei ins Netz zur 1:0-Führung.

Nun galt es, diesen Vorsprung nicht mehr aus der Hand zu geben. Yannick und Adrian hatten hinten alles im Griff, während Simone ebenfalls vermehrt in der Defensive aushalf. Auch Azdren machte seine Sache im Tor hervorragend. Obwohl er ursprünglich gar nicht als Goalie eingeplant war, strahlte er viel Sicherheit aus und brachte die nötige Ruhe ins Spiel. Gemeinsam verteidigten wir den knappen Vorsprung bis zum Schlusspfiff.

Damit war die Gruppenphase perfekt: Drei Spiele, drei Siege und kein einziges Gegentor. Wir standen verdient als Gruppensieger fest und durften mit viel Selbstvertrauen ins Halbfinale gehen.

Halbfinale gegen Zubi Rappi – 1:0-Sieg

Im Halbfinale wartete erneut Zubi Rappi auf uns. Da sie die Gruppenphase auf dem vierten Platz beendet hatten und wir sie zuvor bereits mit 2:0 bezwingen konnten, schien dies auf dem Papier das einfachere Los zu sein. Doch aus dem vermeintlich einfachen Halbfinale entwickelte sich ein ziemlicher Krampf.

Immerhin erwischten wir einen hervorragenden Start. Simone blockte im Mittelfeld einen Ball und leitete ihn sofort weiter zu Marco in die Spitze. Dieser blieb vor dem Tor eiskalt und schoss uns früh mit 1:0 in Führung. Eigentlich hätte uns dieser Treffer die nötige Sicherheit geben sollen, doch danach ging offensiv lange nicht mehr viel. Zwar kamen wir noch zu einigen Abschlüssen, doch allesamt scheiterten knapp oder fanden nicht den Weg ins Tor.

Da der zweite Treffer einfach nicht fallen wollte, konzentrierten wir uns zunehmend auf die Defensive. Dort liessen wir nichts mehr anbrennen, verteidigten konsequent und fixierten den knappen 1:0-Sieg. Schön war das Halbfinale vielleicht nicht immer, aber am Ende zählt im K.-o.-Spiel vor allem eines: das Weiterkommen.

Und damit standen wir tatsächlich wie jedes Jahr in Wagen erneut im Finale.

Finale gegen Oldboys Wagen

Dort kam es zur Neuauflage des ersten Gruppenspiels gegen die Oldboys Wagen. Bereits beim 1:0 zum Auftakt hatten wir gezeigt, dass wir diesen Gegner schlagen konnten, und auch im Finale erwischten wir einen vielversprechenden Start.

Simone zog wuchtig aus dem Halbfeld ab. Der gegnerische Torwart konnte den Ball nur abprallen lassen und Adrian nahm die Kugel direkt. Sein Abschluss kam gefährlich, doch der Torwart brachte irgendwie noch etwas dazwischen und lenkte den Ball an den Pfosten. Bereits hier fehlten nur wenige Zentimeter zur Führung.

Wir setzten die Oldboys direkt wieder unter Druck. Miro konnte Tom entscheidend abdrängen und Simone luchste diesem schliesslich die Kugel ab. Aus etwas spitzerem Winkel suchte Bellati sofort den Abschluss, scheiterte jedoch am gegnerischen Torwart. Trotzdem hatten wir das Spiel fest im Griff. Die Oldboys wirkten langsamer und kamen während der gesamten Partie praktisch zu keinen gefährlichen Möglichkeiten. Wir hingegen blieben vorne brandgefährlich und waren dem Führungstreffer mehrfach sehr nahe.

Dann folgte die wohl grösste Chance des gesamten Finals. Ein Prellball landete auf der rechten Seite direkt bei Miro. Dieser reagierte stark und schob den Ball am gegnerischen Torwart vorbei. Ein Verteidiger konnte die Kugel zunächst noch abblocken, doch Adrian kam an den Abpraller und hatte die Riesenchance auf das 1:0. Unglücklicherweise traf er genau den Verteidiger, der praktisch auf der Torlinie stand. Auch Simone kam noch zum Nachschuss, doch sein Abschluss aus spitzem Winkel zischte ebenfalls am Tor vorbei.

Diese Chance hätten wir nutzen müssen.

Die Oldboys merkten nun immer mehr, dass ihnen ein Penaltyschiessen deutlich besser in die Karten spielen würde. Sie verlangsamten das Spiel und schafften es tatsächlich, sich über die reguläre Spielzeit zu retten. Trotz unserer klaren Überlegenheit und zahlreicher Möglichkeiten stand es nach dem Schlusspfiff 0:0. Somit musste ausgerechnet das Penaltyschiessen über den Turniersieg entscheiden.

Jede Mannschaft musste vier Schützen bestimmen. Für uns übernahm Simone den ersten Versuch und verwandelte sicher. Der erste gegnerische Schütze traf ebenfalls, obwohl Azdren sogar noch am Ball war. Danach trat Yannick an und er konnte seinen persönlichen Penaltyfluch endlich besiegen. Er blieb cool und verwandelte seinen Versuch. Auch der zweite Oldboy traf, diesmal mit einem Schuss in die Mitte. Als dritter Schütze trat Marco für uns an, scheiterte jedoch leider am gegnerischen Torwart. Der Gegner nutzte diese Chance und verwandelte seinen dritten Penalty unten rechts. Nun stand Adrian unter Druck und musste treffen, um uns im Rennen zu halten. Er behielt die Nerven und verwandelte seinen Versuch. Somit blieb noch einmal Hoffnung, doch leider traf auch der vierte Schütze der Oldboys. Damit war das Penaltyschiessen und gleichzeitig das Finale verloren.

Fazit – Ein zweiter Platz, der besonders schmerzt

Diese Finalniederlage ist äusserst schmerzhaft, weil wir an diesem Tag bedeutend mehr vom Spiel hatten und unsere Chancen im Finale schlicht hätten nutzen müssen. Wir waren den Oldboys spielerisch überlegen, liessen hinten praktisch überhaupt nichts zu und hatten mehrfach die Führung auf dem Fuss. Doch wenn man seine Möglichkeiten nicht verwertet, hält man den Gegner im Spiel und genau das wurde uns am Ende zum Verhängnis.

Besonders unglaublich ist unsere Bilanz: Wir mussten uns zum zweiten Mal in Wagen mit dem 2. Platz zufriedengeben, obwohl wir während des gesamten Turniers in der normalen Spielzeit kein einziges Gegentor kassierten. Drei Siege in der Gruppenphase, ein weiterer Sieg im Halbfinale und anschliessend ein 0:0 im Finale, defensiv hätten wir dieses Turnier kaum besser spielen können. Dass man mit einer solchen Bilanz am Ende trotzdem nicht ganz oben auf dem Podest steht, ist schon ziemlich bitter.

Preislich machte die Niederlage immerhin keinen Unterschied. Sowohl der Erst- als auch der Zweitplatzierte erhielt einen Geschenkkorb mit verschiedenen Esswaren. Sportlich interessiert uns das natürlich deutlich weniger. Wenn man schon im Finale steht und über weite Strecken die bessere Mannschaft ist, möchte man am Ende auch den Pokal beziehungsweise den Turniersieg mit nach Hause nehmen.

Trotzdem dürfen wir auf unsere Leistung stolz sein. Der kurzfristige Ausfall unseres eigentlich eingeplanten Torwarts zwang uns bereits vor dem ersten Spiel zum Improvisieren. Azdren sprang trotz Rückenproblemen im Tor ein und machte seine Sache hervorragend, unsere Defensive stand über das gesamte Turnier bombensicher und vorne erspielten wir uns genügend Möglichkeiten, um jedes einzelne Spiel zu gewinnen. Nur ausgerechnet im Finale fehlte die letzte Konsequenz.

Somit bleibt uns erneut der zweite Platz in Wagen. Doch eines ist bereits jetzt klar: Wir werden alles daransetzen, im nächsten Jahr wieder ganz oben auf dem Podest zu stehen und die Heimmannschaften auf die niederen Plätze zu verweisen.

Bis zum nächsten Jahr in Wagen! 💪

Hinterlasse einen Kommentar

Diese Seite verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden..